Fischereihafen: So ähnlich soll es aussehen

20.11.2017 | Uta Schacht

Travemünde - Fischereihafen

Noch eine Runde: Die Entwürfe für den Fischereihafen haben den Gestaltungsbeirat nicht ganz überzeugt. Die Kritik der renommierten Architekten: Ihnen fehlt der Travemünde-Bezug der Gebäude. Jetzt müssen die beiden Lübecker Büros die Entwürfe noch einmal verändern.


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Foto: © PPP ARCHITEKTEN, SSO ARCHITEKTEN, VISUALISIERUNG ON3STUDIO

 

Der Fischereihafen der Zukunft: So ähnlich werden die Gebäude dort aussehen. Die Architektenentwürfe müssen noch einmal verändert werden, bevor sie gebaut werden. 



Travemünde. Der Fischereihafen wird Wohnquartier: 200 Eigentumswohnungen entstehen dort. Das Investitionsvolumen beträgt 50 Millionen Euro. Bauherren sind Frank Heimbau Nord und cds Wohnbau Hamburg. „Das ist ein Ort, der neu geschaffen wird“, sagt Jürgen Springer vom Gestaltungsbeirat. Daher bräuchten die Häuser „ein eigenes Thema, mit dem sie sich dem Hafen zuwenden“. Das fehlt ihm an den Entwürfen der beiden Lübecker Architektenbüros Petersen Pörksen Partner (PPP) und Schünemann Soltau (SSO). Kollege Zvonko Turkali ergänzt: „Die umgebenden Industriebauten haben genau so viel wie sie brauchen.

 

Nicht mehr und nicht weniger.“ Das mache sie so ehrlich. Und Architekten-Experte Per Pederson bringt es auf den Punkt: „Ist das die Architektur für genau diesen Ort?“ Ihm fehlt der Bezug zu genau dieser Stelle an der Trave. Daher sollen die Büros ihre Entwürfe noch einmal verändern – beispielsweise die Loggien und Balkone.

 

Gebaut werden die Häuser aus rotem Backstein. Damit die Gebäude nicht alle gleich aussehen, sollen die Ziegel unterschiedlich angeordnet werden, so dass Reliefs entstehen – oder aber die Fugenfarben werden verschieden ausgeführt. „Dadurch soll die Differenzierung entstehen“, erklärt Klaus Petersen vom Büro PPP. „Jedes Gebäude soll seine eigene Identität bekommen“, ergänzt Steffen Soltau von SSO. Jedes Büro ist für zwei Baufelder zuständig.

 

In drei dieser Felder gruppieren sich jeweils vier Gebäude um einen Hof. Baufeld vier liegt direkt am Areal der Fischer, auf dem sie arbeiten. Daher sind dort zwei lange Gebäude vorgesehen mit Ferienwohnungen, die das Wohnquartier auch optisch abgrenzen. Die Hauskanten sind unregelmäßig, springen vor und zurück. Die Gebäude sind zwei bis vier Geschosse hoch. In den Erdgeschossen sind Restaurants und Läden vorgesehen. Bis Ende 2020 soll alles fertig sein.
 

 

 

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